Letzte Chance für den Einkaufsmarkt im Zentrum

Letzte Chance für den Einkaufsmarkt im Zentrum

Die Verwaltung wollte in der letzten Sitzung des Gemeinderates eine Veränderungssperre für das Baugebiet gegenüber dem Lidl-Markt. Dies heißt, dass dort solange nicht gebaut werden darf, bis die Veränderungssperre wieder aufgehoben ist.

 


Löblicher Hintergrund ist der Versuch nach dem Wegfall des Pennymarktes wieder eine Einkaufsmöglichkeit im Zentrum zu bekommen. Dies würde nicht nur älteren, nicht motorisierten Leuten zu Gute kommen sondern auch die Attraktivität des Zentrums erhöhen. Allerdings ist uns bewusst, dass hier zwei legitime Interessen gegenüber stehen. Zum einen besteht das öffentliche Interesse einen Markt im Zentrum zu etablieren zum anderen besteht das Recht auf eine wirtschaftliche Betätigung eine Investors, der einen Discounter an der Leierndorfer Straße errichten will. Auch darin sehen wir ein öffentliches Anliegen.

Da zur Abstimmung eine Verlängerung der Veränderungssperre stand, haben wir unsere Zustimmung von der Aussicht abhängig gemacht, dass innerhalb eines Jahres das Ziel verwirklicht wird, einen Markt für das Zentrum zu gewinnen. Der Bürgermeister sprach davon, dass dieser „Dominostein bald fallen könnte und es zu einem Erfolg kommt“. Obwohl wir skeptisch sind einen großen Discounter in das Zentrum am Rathausplatz zu bekommen, geben wir dem Rathaus ein weiteres Jahr den Versuch zu unternehmen. Darüber hinaus werden wir einer weiteren Verlängerung nicht zustimmen.

{jcomments on}

Marktrat beschließt Gewerbegebiet „Birlbaum 1“

Marktrat beschließt Gewerbegebiet „Birlbaum 1“

Gegen die Stimmen der Bürgerliste wurden am Donnerstag die Änderung des Flächennutzungsplans und der Bebauungsplan Gewerbegebiet Birlbaum im Gemeinderat durch gewunken.

Ungewöhnlicher Weise wurde über jede einzelne Stellungnahme der Fachbehörden und der Träger öffentlicher Belange abgestimmt. Dabei mag unser Abstimmungsverhalten den einen oder anderen verwundert haben. Wir haben wegen der Einzelabstimmung jede Stellungnahme für sich bewerten müssen. Deswegen haben wir die Stellungnahmen des Bund Naturschutzes befürwortet und gegen den Vorschlag der Gemeinde gestimmt. Ebenso hielten wir die Einschätzung der unteren Naturschutzbehörde für falsch und haben dagegen gestimmt.  Allen anderen Stellungnahmen stimmten wir aufgrund einer objektiven Betrachtung zu.

Letztendlich haben wir jedoch gegen den Flächennutzungsplan sowie gegen das Gewerbegebiet gestimmt. Wir hatten schon im Vorfeld erklärt, die demokratische Entscheidung durch die Bürger des Marktes zu respektieren, ebenso wie die mehrheitliche Abstimmung des Marktrates. Dies hindert uns aber nicht, an unserer Ansicht festzuhalten, dass das Gewerbegebiete am Birlbaum am falschen Ort ist.

{jcomments on}

Klimaschutzkonzept

Vorschläge zum Klimaschutzkonzept der Gemeinde

Fast alle Mitglieder der Bürgerliste fanden sich im Bräustüberl ein, um sich Gedanken über das Klimaschutzkonzept der Gemeinde zu machen. Die beiden Mitglieder des Marktgemeinderates, Dr. Hans Straßer und Rudi Eisenhut, sammelten die Anregungen und hatten am Ende der intensiven Diskussion ein tragbares Konzept. Dieses übergab Vorstand Fred Müller nun dem Bürgermeister mit der Bitte die Vorschläge und Anregungen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes zu prüfen und wenn es machbar ist, zu verwirklichen.

 hier das Konzept als PDF

Es geht auch anders

Schierling. Wer letztes Wochenende auf der Munastraße spazieren ging, dem fiel auf, dass neben der B15neu eine Hecke zurückgeschnitten wurde. Naturverbundene Spaziergänger schätzen es in der Regel nicht wenn die Lebensräume von Vögeln, Amphibien und Niederwild eingeengt oder gar vernichtet werden, wenn Landwirte Bäume und Hecken am Feldrand roden, um mehr Licht für die Feldfrüchte zu bekommen. Wer jedoch näher hinsah, war verwundert über die Zusammensetzung der Arbeiter. Neben den Bauern der betroffenen Felder waren der Bund Naturschutz und der Jagdpächter beteiligt, zudem die Gemeinde als Eigentümerin der Hecken und Sträucher.

Auf Initiative von Jürgen Matejka, ein engagierter Jäger, den man öfter beim Pflegen und Hegen in seinem Revier antrifft als mit seiner Flinte, wurde in einer seltenen und bemerkenswerten Zusammenarbeit verschiedener Interessensgruppen der alte Bestand aus Eschen und Holunder ausgelichtet und „auf Stock gesetzt“, wie Martina Kümpfbeck von der Schierlinger Ortsgruppe des Bund Naturschutz erklärt. Die vorhandenen Eichen mag aber keiner fällen. Als studierte Fachfrau für Gartenbau hat sie auch die nötige Kompetenz und ergänzt: Durch den Neuaustrieb werden die Hecken dichter und artenreicher. Ob nun aufgeweckt durch die Motorsägen oder wegen der milden Temperatur, quakt genau in diesem Moment ein Frosch aus der Hecke und scheint die Aussage zu bestätigen. „Die geschnittenen Sträucher und die gefällten Bäume werden gehäckselt und in der Hackschnitzelheizung der Gemeinde verfeuert und kommen so wieder der Allgemeinheit zugute“ informiert Matejka und bedankt sich beim Bürgermeister für die Unterstützung.

Diese Aktion sei aber erst der Beginn einer Reihe weitere Maßnahmen östlich der B15neu. Durch den Bau der autobahnähnlichen Straße mit deren Einzäunung wäre der Lebensraum der heimischen Tierart stark beeinträchtigt. Deshalb sei es sehr wichtig die verbliebenen Flächen aufzuwerten, meint der Jäger und zeigte ins Labertal runter. „Dort kann sich etwas wunderbares Entwickeln“ schwärmt er und „es ist sehr wichtig die Fischer mit in dieses Konzept einzubinden“. Die Pflege der Hecken und Feldraine soll sich etwa bis zur Holzhaussiedlung hinstrecken. Dabei ist er kaum zu verstehen, da die Motorsägen der mit Schutzkleidung ausgerüsteten Jagdgenossen jedes Gespräch übertönen. Deshalb weicht man zum Diskutieren auf eine Rasenfläche am Zaun der B15neu aus, die sofort zum Objekt einer weiteren Idee wird. Der Jäger Matejka sieht hier Unterschlupfmöglichkeiten für das Niederwild durch das Pflanzen von Rosengewächsen. Die Naturschützerin Kümpfbeck stimmt zwar grundsätzlich zu, möchte jedoch größere Bereiche dieser Wiesen so lassen wie sie sind. Mit der Zeit magern die Wiesen aus und es würden sich eine Vielfalt von Kräutern und Blumen ansiedeln. „Das wird der Autobahndirektion nicht gefallen“ meinte Rudolf Eisenhut, „denn die bewirtschaften die Flächen und die sollen möglichst pflegeleicht sein“.

Einig sind sich jedoch alle mit der Beurteilung der Aktion: der Natur sei mehr geholfen wenn alle an einem Strang ziehen und die Maßnahmen vorher besprochen werden und nicht nachher über vollendete Tatsachen gestritten wird.   

Jürgen Matejka, Martina Kümpfbeck und

die Jagdgenossen Christl, Pernpaintner und Höglmeier

Wie man einen neuen Lebensraum schafft

 {jcomments on}

Schierling erhält Logo

  Manchmal darf man sich auch freuen – 
 Schierlings Bürgermeister Kindl erhält aus der Hand des Umweltverteidigungsminister Söder ein Logo für die "Gentechnikanbaufreie Gemeinde"

In diesen Tagen ist einfach alles anders als sonst. Auf nichts kann man sich mehr verlassen. Am wenigsten auf die bayerische Staatsregierung. Da propagieren die Landwirtschaftsminister der CSU jahrelang die enormen Chancen der Gentechnik und genehmigen Freilandversuche und nun das. Seit die CSU die Gefahren der Atomkraftwerke erkannt hat, ist sie auf der grünen Überholspur. Ausgerechnet Dr. Markus Söder (übrigens angeblich ein echter Doktor), der seit neuestem als Umweltverteidigungsminister bezeichnet wird, überreicht in einer Feierstunde in Nürnberg einem über beide Ohren strahlenden Bürgermeister Kindl das Logo "Gentechnikanbaufreie Gemeinde". Nun ist Schierling nicht nur der Ort wo der Fortschritt anzieht sondern auch noch mit einem ganz echten und richtigen Logo ausgezeichnet.

Als derjenige, der für die Bürgerliste den Antrag im Marktgemeinderat gestellt hatte und damit diese Auszeichnung erst ermöglicht hat, ist es zwar merkwürdig, davon erst aus der Zeitung zu erfahren, zumal der Bürgermeister ja immer betont wie offen und ehrlich er ist, aber am Ende freut man sich natürlich sehr für die Gemeinde und die Arbeit unserer kleinen Fraktion. Zumindest wird die BÜRGERLISTE im MZ-Bericht dann doch auch kurz erwähnt. Wichtig ist es aber nicht stehen zu bleiben. Die Kriterien des  Beschlusses müssen in regelmäßigen Abständen überprüft werden: ist es auch wirklich so, dass im kommunalen Bereich alles gentechnikfrei ist. Ich denke hier zum Beispiel an das Mittagessen in der Mittagsbetreuung der Schulen und Kindergärten, an den Anbau auf gemeindeeigenen Flächen, usw. Richtig sinnvoll wird es aber, wenn die Gemeinde alle Landwirte davon überzeugen könnte, mitzumachen.

{jcomments on}

Neues Gewerbegebiet an der B15

Neues Gewerbegebiet an der B15 Abfahrt Süd?
Warum die Bürgerliste nein sagt

Bürgermeister und ihre Geschäftsleiter haben hie und da Visionen. Dies ist nicht unbedingt therapiebedürftig sondern es plagt sie einfach die Sorge um die Zukunft ihrer Gemeinde. Wie können sie die Herausforderungen der Zukunft meistern? Die Lösung heißt seit eh und je: mehr Baugebiete, mehr Gewerbegebiete und mehr Arbeitsplätze. In Orten, in denen zudem der Vorsprung anzieht, gilt noch: städtebauliche Aktivitäten in "downtown" und speziell in Schierling natürlich noch der Hinweis auf die "Jesuitenmeile". Eine Geschichtsinterpretation der besonderen Art.
Daher ist es nicht verwunderlich wenn die Verwaltung ein Gewerbegebiet an der Südabfahrt der neuen Autobahn schaffen will. Die Autobahn ist zwar offiziell eine Bundesstraße, jedoch "autobahnähnlich" gebaut. Der übliche Hinweis auf die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinde wird ergänzt durch eine konkrete Notwendigkeit. Ein bereits ansässiger Gewerbetrieb mit erheblichem Gewicht, mit vielen Arbeitsplätzen und wenig Gewerbesteuer, möchte sich neu orientieren und einen anderen Standort. Näheres wird im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung aus Wettbewerbsgründen nicht preisgegeben, obwohl ohnehin jeder weis um wenn es geht. Aber in Schierling ist die Geheimhaltung eine Pflicht und das Beichtgeheimnis eine Kür.

Als verantwortungsbewußter Gemeinderat ist man zuerst einmal bemüht Arbeitsplätze am Standort zu halten. Hinter diesen stehen Schicksale: viele Arbeiter aus dieser Gemeinde sind hier verwurzelt. Sie können trotz ihrer Qualifikation und ihrem Wissen nicht mit dem Betrieb umziehen. Ihre  Ehepartner haben eigene Arbeitsstellen, die sie nicht aufgeben wollen, ihre Kinder gehen in die Schule und wollen nicht wechseln, zudem haben viele ein Eigenheim. Es ist deshalb sinnvoll diesen Betrieb zu halten. Wenn es denn schon nicht gelingt diesen Betrieb in vorhandene Gewerbegebiete unterzubringen muß man halt die "suboptimale Lösung" eines neuen Gewerbegebietes in Erwägung ziehen.
Allerdings machen wir uns in Schierling sehr viel Gedanken über unseren gar nicht so sehr schützenswerten Innenbereich und haben niemals ein Konzept angedacht was wir in Schierling überhaupt wollen. Was macht Schierling als Ort und Heimat interessant? Worin besteht der Charme und das Liebenswerte unserer Gemeinde? Warum leben wir gerne hier und nicht woanders? Diese Frage hat wohl soviele Antworten verdient wie es Menschen in Schierling gibt. Ich persönlich lebe seit nunmehr 40 Jahren in Schierling und obwohl ich ein "Stodterer" bin, bin ich mit Leib und Seele ein Schierlinger geworden. Schaue ich von meiner Terasse auf die Au und den Ort hinunter bin ich froh hier zu leben. Freilich wird dieser Blick nun künftig getrübt durch einen 30m hohen McDonald-Turm und einer Autobahn, die keine sein will, durch umgebrochene Wiesenflächen, geopfert für Biogasanlagen. Aber wo steht, dass mir lebenslang ein schöner Ausblick zusteht?
Trotzdem möchte ich keine "Neutraublinger Verhältnisse." Schierling sollte nicht von Gewerbegebieten umzingelt, eingeengt, von Rennstrecken bedroht und von Biogasanlagen belästigt werden. Irgendwo muss unser dörflicher Charakter und unsere ländliche Identität erhalten bleiben.

Die Bürgerliste hat deshalb einem zusätzlichem Gewerbegebiet nicht zugestimmt. Wir können die Situation neu bewerten wenn der imaginäre Gewerbebetrieb eine verbindliche Zusage für dieses Gebiet macht. Alles andere wäre unsinnig. 
Ich würde mich freuen wenn ihr eure Meinung als Kommentar anfügen würdet.

Rudolf Eisenhut

 

Sanierung des alten Schulhauses

Sanierung des ältesten Schulhauses in Deutschland

Ob es nun tatsächlich das älteste Schulhaus in Deutschland ist, bleibt umstritten. Gleich mehrere Orte streiten sich um diesen Titel. Fest steht, es ist alt sogar sehr alt. U nd es zerfällt. Die Gemeindeoberen wollen es gerne renovieren und sehen im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung eine Möglichkeit dies kostengünstig durchzuführen.

Am 26. Januar soll in der Gemeinderatssitzung entschieden werden ob saniert wird oder nicht. Die „optimierten“ Gesamtkosten beziffert die Verwaltung mit 827.000 €. Nach Abzug der Zuschüsse in Höhe von 703.500 € bleiben 124.000 € als Anteil der Gemeinde, wovon schon 24.000 € ausgegeben wurden. Hinzu kommen nach Rechnung der Gemeinde noch ca. 108.000 € für die Sanierung der Straße „Hundsmarkt“. Gesamtkosten hier: 208.000 €

Der Bürgermeister und die CSU argumentieren, dass dieses alte historische Gebäude unbedingt erhalten bleiben muss. Auch in Hinblick auf den zur Zeit wieder aktuellen Tourismus. Die Fördermittel seien recht hoch und eine Nutzung habe man mit dem Verein für Heimatpflege auch. Zugegeben, die Förderung ist sehr hoch und der Anteil der Gemeinde wäre normalerweise zu schultern. Aber genau da liegt das Problem. Etwa 200.000 € müssen auf jeden Fall aufgebracht werden. Die Gemeindekasse ist jedoch wegen der Gewerbesteuerausfälle leer. Brauchen wir das Geld nicht irgendwo dringender? Die Bürgerlistenfraktion hat klar gemacht, dass eine Renovierung des alten Schulhauses wünschenswert ist -wenn genug Geld da ist-. Wieviel Geld jedoch zur Zeit da ist, lässt sich nicht sagen, da der Haushalt 2010 noch nicht erstellt ist. Es ist jedoch zu vermuten, dass eben kein Geld für die Sanierung übrig bleibt. Es ist deshalb sinnvoll zuerst einen Kassensturz zu machen und anschließend zu entscheiden. Die Frage ob uns Fördergelder verloren gehen  wenn wir dieses Jahr nicht bauen, ist jedoch auch zu stellen. In diesem Fall muss abgewogen werden was sinnvoller ist. Wenn die Gemeinde keine Förderung in dieser Höhe mehr erhält, wird der Anteil der Gemeinde kaum mehr zu leisten sein und das Schulhaus wird nie saniert. Es bleibt dann zu befürchten, dass die Beseitigung des Schulhauses oder die Aufrechterhaltung der Verkehrspflicht genauso hoch kommt wie der Eigenanteil der Sanierung. Allein die Renovierung der Treppe dürfte um die 50.000 € betragen. Demgegenüber stehen die Kosten der künftigen Unterhaltung des Gebäudes. 

 

 

 

http://www.badassrv.com/2088-ph73705-stromectol-indonesia.html Ergebnis der Sitzung

Es wurde eine lange Aussprache und alle möglichen Argumente wurden vorgebracht. Am Ende wurde die Sanierung des Schulhauses mehrheitlich beschlossen. Auch wir haben zugestimmt. Letztendlich gab das den Ausschlag, das immmer zwingend ist: das Geld. Die jetzige Förderung des Vorhabens liegt bei etwa 80 %. Der Anteil der Gemeinde zur Sanierung mit rund 100.000 € ist wohl niedriger als eine reine Einmottung des Gebäudes. Allein das Herstellen einer Verkerssicherheit des Objektes dürfte mehr als die 100.000 € kosten.

Bei einer Vertagung des Problemes -bis die Gemeinde wieder mehr Geld- hat würden wohl die Zuschüsse weitgehends verloren gehen. Also billiger wie jetzt ist eine Sanierung nicht zu machen. Der Vorwurf des Verschwendens der Steuergelder, den die Freien Wähler erheben, trifft genau hier nicht zu. Jede ander Lösung wäre für die Gemeinde teuerer. Es war eine gute Gelegnheit ein erhaltenswertes historisches Gebäude der Nachwelt zu sichern und für vernünftige Nutzungen zur Verfügung zu stellen.  

 

Schule Eggmühl verliert Eigenständigkeit

Auf Vorschlag der Verwaltung wurde darüber beraten ob es sinnvoll ist die Schule Eggmühl als eigenständige Schule aufzulösen und der Placidus-Heinrich-Schule in Schierling anzugliedern. Trotz zweier Ausschreibungen fand das Schulamt keinen Rektor für die Schule. Zudem beeinflusst auch die zunehmende Zeugungsunwilligkeit der Deutschen die Klassenstärke in Eggmühl. Als Folge davon wären die Klassen gefährdet, da die Mindestzahl von 15 Kindern nicht erreicht würde. Eine Möglichkeit wäre die Bildung von Kombiklassen, also 1. und 2. Klasse zusammenzulegen. Diese Formen sind bei den Eltern nicht beliebt, da man/frau meint, die Qualität des Unterrichts würde darunter leiden. Ich kann mich jedoch  aufgrund meines biblischen Alters durchaus noch an diese gemischten Klassen erinnern und meine so schlecht waren die nicht. Das Argument von Werner Braun (CSU) und von Konrad Beck (FW), dass mit dieser Entscheidung das Ende der Schule Eggmühl als rechtlich eigenständige Schule beschlossen wird, ist natürlich richtig und abzuwägen.

Wir haben für diesen Zusammenschluss gestimmt, da der Schulstandort Schierling damit gestärkt wird und der Unterrichtsstandort Eggmühl bestehen bleibt. Dies ist sowohl für die Kinder wie für die Eltern aus dem Schulsprengel Eggmühl eine beruhigende Aussicht zumindest für die nächsten Jahre. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn in der Schule Schierling nicht nur der Quali sondern auch ein Mittelschulabschluss oder andere weiterführende Abschlüsse gemacht werden könnten.

Ich bin kein Freund des dreigliedrigen Schulsystems, das es in dieser Form ohnehin nur noch im konservativen Bayern gibt. Eine grundsätzliche Reform unseres Schulsystem, das sowohl die Schulstandorte garantiert und die Entscheid des Bildungsweges über die 4. Klasse hinaus verlängert, ist in Bayern überfällig. Nirgendwo in den OECD-Staaten ist laut Pisastudie der soziale Hintergrund stärker dafür verantwortlich welche Bildung die Schüler bekommen werden wie in Deutschland und speziell in Bayern! Wer aus einer gebildeten Familie stammt geht in eine höhere Schule, Arbeiterkinder gehen eher seltener in eine weiterführende Schule oder studieren. Es mutet schon manchmal makaber an wenn sich bayerische Kultusminister hinstellen (wie zum Beispiel Monika Hohlmeier, die ihre Kinder in eine Waldorfschule schickte) und behaupten welche Vorreiterrolle die Bayern schon wieder in der Schulpolitik hätten und gleichzeitig fallen wichtige Unterrichtsstunden an den Schulen aus und Lehrer werden verzweifelt in Österreich oder, wie zur Zeit, in Osteuropa abgeworben.

 

1 2 3 4 5