Schmack Biogas muss Insolvenzantrag stellen

Schmack Biogas muss Insolvenzantrag stellen

Der Biogasanlagen-Hersteller Schmack hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Trotz intensiver Verhandlungen mit Banken und Investoren habe keine Einigung über die Finanzierung der Schmack-Biogas-Gruppe erzielt werden können, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Schwandorf mit. Der Vorstand strebe nun die Sanierung durch ein Insolvenzplanverfahren an. Schmack steckt seit langem in den roten Zahlen. Im ersten Halbjahr 2009 verbuchte das Schwandorfer Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von minus 8,3 Millionen Euro.

 

Foto einer Biogasanlage, die der E.ON-Konzern und der Schwandorfer Biogasanlagenhersteller bei Schwandorf in Betrieb genommen haben.

Mittelbayerische Zeitung vom 21.10.09, 13:05 Uhr

 

 

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Antrag auf Trinkwasserbrunnen

An den Markt Schierling

 

Die Fraktion der Bürgerliste Schierling beantragt die Errichtung eines Springbrunnens auf dem Vorplatz zum Optik Matt.

 

Begründung:

Vor ca. 10 Jahren beabsichtigte die Gemeinde Schierling die Errichtung eines Schuhbrunnens. Dieses Vorhaben ist seinerzeit an verschiedenen Animositäten gescheitert. Da jedoch die Anschlüsse verlegt wurden, steht der Aufstellung eines Springbrunnens nichts im Wege. Es stünde unserer Gemeinde auch auf diesem Gebiet zu eine „Vorreiterrolle“ zu übernehmen und einen für das Ortsbild prägenden und zum Verweilen einladenden Springbrunnen zu errichten.

Dabei kann durchaus der Gedanke eines Schuhbrunnens wieder aufgenommen werden, da der Entwurf bereits bezahlt wurde und der davor liegende Schuhgeschäft nicht mehr besteht.

 

Aus Kostengründen könnte auch ein Springbrunnen zum Thema „Trinkwasser in Schierling“ in Betracht kommen. Ein Brunnen zu diesem Thema wurde an anderer Stelle zu kaum nennenswerten Kosten (unter 500 €) aus Abfällen des Wasserwerkes schon errichtet. 

 

 

Brunnen selbstgemacht                                                                       Abfallteile als Baumaterial für Springbrunnen

 

Schierling, 15.10.2009

Für die Fraktion der Bürgerliste

 

Rudolf Eisenhut                                                                       Dr. Hans Straßer

 

 

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Roswithas vergeblicher Versuch einen Wirtshaustermin zu bekommen

Zu Antoni dem Tyrannen

stieg Rosi dem Dolche im Gewande

„Was wolltest du mit dem Dolche sprich“

entgegnet ihr finster der Wüterich

Ich wollt das Dorf vom Tyrannen befreien

Hat der Vater die Tochter nun verstoßen?

Reitet sie am Schimmel mit dem Froschkönig?

Mitnichten! Sie reitet den Froschkönig auf dem Schimmel

Ich bin, spricht Rosi, zu sterben bereit, doch laßt mich von den Bäbäs befreit
Und bitte nicht um mein Leben, doch vor dem Tod würde ich gerne einen Heben

Doch willst du Gnade mir geben,

Ich flehe dich um drey Tage Zeit,
Bis ich das Dorf von den Bäbäs gefreit,
Ich lasse den Hasi dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen

Da lächelt der Doni mit arger List,

Und spricht nach kurzem Bedenken:
Drey Tage will ich dir schenken.
Doch wisse, unwürdige Tochter! Wenn sie verstrichen die Frist,
Eh du zurück mir gegeben bist,

So muß er statt deiner erblassen,

Doch dir ist die Strafe erlassen.

Und sie kommt zum Hasi: „der Vater gebeut,
Daß ich am Kreutz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben,

Doch will er mir gönnen drey Tage Zeit,

Bis ich Zaitzkofen der BäBä-Anlage gefreit,
So bleib du dem Wirt zum Pfande,
Bis ich komme, zu lösen die Bande.

Und schweigend umarmt sie der treue Freund,

Und liefert sich aus dem Tyrannen,

Die andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenroth scheint,
Hat sie schnell mit der Bürgerliste die Bäbäfeinde vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,

Damit sie die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von der Napoleoshöhe stürzen die Quellen,
Und die Bäche, des Froschkönigs Gemächt schwellen.
Und sie kommt an’s Ufer mit wanderndem Stab,

Da reisset die Schierlinger Brücke der Strudel hinab,

Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.

Und trostlos irrt Rosi an der Labers Rand,
Wie weit sie auch spähet und blicket

Und die Stimme, die rufende, schicket;

Da stößet keine Vespa vom sichern Strand,
Der sie setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Deggenbach wird zum Meere.

Da sinkt sie ans Ufer und weint und fleht,

Die Hände zum Pedolzky erhoben:
O hemme des Deggenbaches Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne und wenn sie niedergeht,

Und ich kann Zaitzkofen nicht erreichen,

So muß der Freund mir erbleichen.

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wuth,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet,

Da treibet die Angst sie da fasst sie sich Muth

Und wirft sich hinein in die brausende Flut,
Und theilt mit schwachen Armen
Den Deggenbach, und ein Rudolfo Aconitum hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort,

Und danket dem rettenden Gotte(quasi mir),

Da stürzet die raubende Bäbä-Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihr sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet der Wanderins Eile

Mit drohend geschwungener Keule.

Was wollt ihr? ruft sie für Schrecken bleich,
Ich habe nichts als meinen Minicooper, meinen Investmentfond und mein Leben,
Das muß ich dem Brückl Toni geben!
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:

Um des Hasis Willen erbarmet euch!

Und drey Bäbäs, mit gewaltigen Streichen,
Erlegt sie, die andern entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand

Und von der unendlichen Mühe

Ermattet sinken die geilen Knie:

O hast du mich gnädig aus Bäbäeshand,
Aus dem Deggenbach mich gerettet ans Bäbä freie Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!

Und horch! da sprudelt es silberhell

Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält sie zu lauschen,
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor nicht Gregor, nein ein lebendiger Quell,

Und freudig bückt sie sich nieder,

Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün,
Und mahlt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten,

Und zwey Bäbäs sieht sie die Straße ziehen,

Will eilenden Laufes vorüber fliehen,
Da hört sie die Worte sie sagen:
Jetzt wird sie an die Biogasanlage geschlagen.

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,

Sie jagt der Sorge Qualen,

Da schimmern in Abendroths Strahlen
Von ferne die Zinnen von Zaitzkofen
Und entgegen kommt ihr Edi, flugs aus dem Alkoven
Des Hauses redlicher Hüter,

Der erkennet entsetzt die Gebieterin:

Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben!
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet’ er

Mit hoffender Seele der Wiederkehr,

Ihm konnte den muthigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.

Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht
Eine Retterin willkommen erscheinen,

So soll mich der Tod ihm vereinen.

Deß rühme der blutge Tyrann sich nicht,
Daß die Roswitha dem Freunde gebrochen die Pflicht,
Er schlachte der Opfer zweye,
Und glaube an Liebe und Treue.

Und die Sonne geht unter, da steht sie am Wirtshausthor

Und sieht das Kreutz schon erhöhet,
Das die Bäbäs gaffend umstehet,
An dem Seile schon zieht man den Hasi empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:

„Mich Henker! ruft sie, erwürget,

Da bin ich, für den er gebürget!“

Und Erstaunen ergreifet die Zaitzkofener umher,
In den Armen liegen sich beide,
Und weinen für Schmerzen und Freude.

Da sieht man kein Auge thränenleer,

Und zum Brückl bringt man die Wundermähr,
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor die Bierschänke sie führen.

Und blicket sie lange verwundert an,

Drauf spricht er: Es ist euch gelungen,

Ihr habt das Herz mir bezwungen,
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn,
So nehmet auch mich zum Genossen an,
Ich sey, gewährt mir die Bitte,

In eurer Bürgerliste der Kassier.

Frei nach Fritz Schiller und Hans Straßer

von Rudolfo Aconitum

Übersetzung der Bürgerlistenfachwörter:

Bäbäwort = Biogasanlage

Bäbäler = Anlagenbetreiber

Bäbägegner = Biogasanlagenmuffel

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Bürgerliste sieht sich als feste Größe

MZ vom 19. September 2009

Schierling: Kommunalpolitik

Neue Gruppierung blickt auf erste Erfolge zurück. Zwei Vertreter sitzen im Marktrat.

Schierling. Zur ersten Jahresversammlung der Bürgerliste überhaupt begrüßte Vorsitzender Walter Pedolzky fast alle Mitglieder im Bräustüberl. Mit einem Rückblick auf die junge Geschichte erinnerte er an die ungewöhnliche Entstehung, an die Teilnahme an der Kommunalwahl 2008 und den überraschenden Erfolg mit der Wahl von zwei Gemeinderäten auf Anhieb.

Die Frühschoppen in den Ortsteilen kommen laut Pedolzky bei den Bürgern gut an; man wolle dies auf alle Fälle fortführen. Die Homepage der Bürgerliste sei nun aktuell, übersichtlich und informativ. Das Forum lade zum Diskutieren ein und sei ein wichtiger Indikator für die Meinungen der Mitglieder wie der Bürger.

Claudia Pedolzky legte als Kassiererin die Finanzen der Bürgerliste dar. Die Einnahmen bestünden ausschließlich aus Beiträgen und Spenden der Mitglieder. Bei den Ausgaben waren 1000 Euro für das von der Bürgerliste organisierte Konzert „Rock am Rathaus“ der größte Posten. „Ein Bruchteil dessen, was das Rockkonzert der Gemeinde gekostet hat“, meinte Claudia Pedolzky, „und gänzlich ohne Steuergelder“. Die Autoaufkleber für die Aktion www.in-Schierling-ist-was-los.de hätten nur rund 150 Euro gekostet; wenig Aufwand angesichts des „vollen Erfolgs“. Viele Autos fahren nun in Schierling mit den Aufklebern herum und weckten das Interesse der Bürger.

Rudolf Eisenhut, der mit Claudia Buchner die Kasse geprüft hatte, bescheinigte der Kassiererin eine ordentliche und fehlerfreie Buchführung und bat die Mitglieder um Entlastung, was einstimmig erfolgte.

Die Markträte Dr. Straßer und Eisenhut berichteten über die neuesten Entwicklungen im Rathaus. Am bemerkenswertesten fand Eisenhut, dass kurz vor den Ferien ein Antrag für eine Biogasanlage gestellt wurde. Wie der aktuelle Stand sei, könne er erst nach der nächsten Gemeinderatssitzung sagen, da er keine weiteren Informationen habe. Er könne sich aber vorstellen, dass es nicht reibungslos gehen würde, wenn schon der relativ weite Standort hinter der Autobahnausfahrt nicht durchsetzbar war. „Was den Holzhaussiedlern recht ist, muss anderen Bürgern in der Großgemeinde recht sein“, gab er zu bedenken.

Die Räte haben zugestimmt, dass die Schule Eggmühl ihre Eigenständigkeit verliert und als Filialschule Schierling weitergeführt wird. Dies sei zwar ein Verlust für die Eggmühler, jedoch angesichts der demografischen Entwicklung der richtige Weg, um auch in Zukunft im Interesse der Eltern die Schule erhalten zu können.

Breiten Raum nahm die Diskussion über allgemeine Fragen ein. Themen waren unter anderem der „Gefahrenherd“ durch die Parkplätze vor der Bäckerei Huber, das künftige Verkehrsaufkommen nach der Inbetriebnahme der B15 neu, die mangelnden Parkmöglichkeiten am Wertstoffhof oder die fehlende Möglichkeit, in Schierling Sportabzeichen abzunehmen, da eine 400-Meter-Bahn fehlt.

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Jahreshauptversammlung am 12. September 2009

Hauptversammlung der Bürgerliste am 12. September 2009 im Gasthaus Bräustüberl

 

Bürgerliste ist eine feste Größe in Schierling geworden

Schierling. Zur ersten Jahreshautversammlung der Bürgerliste überhaupt, konnte Vorstand Walter Pedolzky auch fast alle Mitglieder im Bräustüberl begrüßen. Mit einem Rückblick auf die junge Geschichte erinnerte er an die ungewöhnliche Entstehung, an die Teilnahme an der Kommunalwahl 2008 und den überraschenden Erfolg mit der Wahl von zwei Gemeinderäten auf Anhieb. Er bedankte sich bei allen für das gezeigte Engagement während der Gründung, bei der Wahl und den Veranstaltungen. Die Frühschoppen in den Ortsteilen kommen bei den Bürgern gut an und man wolle dies auf alle Fälle fortführen. Die Homepage der Bürgerliste sei nun aktuell, übersichtlich und informativ. Das Forum lade zum diskutieren ein und sei ein wichtiger Indikator für die Meinungen der Mitglieder wie der Bürger. Es sei guter Brauch, dass die beiden Mandatsträger ihre Kenntnisse und ihre Aktivitäten regelmäßig in den Mitgliedsversammlungen und auf der Homepage weitergeben und begründen. Mehr Transparenz gäbe es nicht.

Claudia Pedolzky legte als Kassieren die Finanzen der Bürgerliste dar. Die Einnahmen bestünden ausschließlich aus Beiträgen und Spenden der Mitglieder. Bei den Ausgaben waren 1.000 € für das von der Bürgerliste organisierte Konzert „Rock am Rathaus“ der größte Posten. Ein Bruchteil dessen, was das Rockkonzert der Gemeinde gekostet habe, meinte Claudia Pedolzky, und gänzlich ohne Steuergel­­­­der fügte sie hinzu. Die Autoaufkleber der Aktion www.In-Schierling-ist-was-los.de kostete nur ca. 150 €, sei aber ein voller Erfolg geworden. Viele Autos fahren nun in Schierling mit den Aufklebern herum und wecken das Interesse der Bürger. Rudolf Eisenhut, der mit Claudia Buchner die Kasse geprüft hatte, bescheinigte der Kassiererin eine ordentliche und fehlerfreie Buchführung und bat die Mitglieder um Entlastung, was einstimmig erfolgte.

Die Markträte Dr. Straßer und Eisenhut berichteten über die neuesten Entwicklungen im Rathaus. Am bemerkenswertesten fand Eisenhut, dass kurz vor den Ferien ein Antrag für eine Biogasanlage gestellt wurde. Wie der aktuelle Stand sei, könne er erst nach der nächsten Gemeinderatssitzung sagen, da er keine weiteren Informationen habe. Er könne sich aber vorstellen, dass es nicht reibungslos gehen würde, wenn schon der relativ weite Standort hinter der Autobahnausfahrt nicht durchsetzbar war. „Was den Holzhaussiedlern recht ist, müsse anderen Bürger in der Großgemeinde recht sein“, gab er zu bedenken. Die Räte haben zugestimmt, dass die Schule Eggmühl ihre Eigenständigkeit verliert und als Filialschule Schierling weitergeführt wird. Zwar sei es ein Verlust für die Eggmühler, jedoch angesichts der demographischen Entwicklung der richtige Weg um auch in Zukunft im Interesse der Eltern dieses Schulhaus erhalten zu können. Hans Straßer erläuterte noch, dass in der Bachgasse eine Sanierung der Straße anstünde. Eisenhut regte hierzu an, dass im Zuge des Straßenbaues möglicher weise die Renaturierung des Allersdorfer Bachs erfolgen könnte. Dr. Straßer will dies in seinem zuständigen Ausschuss anfragen.

Breiten Raum nahm die anschließende Diskussionsrunde über allgemeine Fragen ein. Für Manuel Moosmayer seien die Parkplätze vor der Bäckerei Huber ein rechtswidriger Gefahrenherd, der täglich nicht nur zu Behinderungen führe sondern zudem gefährlich sei. Anton Parzefall gab zu bedenken, dass die momentane Situation jedoch zu Reduzierung der Geschwindigkeit führe. Achim Michalke wolle abwarten wie sich das Verkehrsaufkommen nach der Inbetriebnahme der Autobahn entwickelt. Man sage doch, dass der Verkehr innerorts dann weniger werde. „Einen größeren Schmarrn habe ich noch nie gehört“, meinte Dr. Straßer.

Guido Czerny findet die Parkmöglichkeiten am Wertstoffhof für zu wenig. Meistens müsse man um alle Autos herumlaufen, um an die Container zu gelangen. Eine extra Ausfahrt wäre sinnvoll. Eisenhut dagegen findet die Situation gut. Man könne ja auch an anderen Tagen als am Freitag dort hinfahren. Er habe bisher immer einen Platz gefunden. Er wolle jedoch in der Verwaltung wegen einer zusätzlichen Ausfahrt nachfragen.

Christine Czerny wies darauf hin, dass sie in Schierling kein Sportabzeichen abnehmen könne, da eine 400m-Bahn fehle. Sie müsse deshalb nach Langquaid. Dies sei für die Größe Schierlings bedauerlich. Manuel Moosmayer wollte erinnern, dass er schon immer auf taube Ohren in der Gemeinde gestoßen sei wenn er mehr Engagement für die Leichtathletik gefordert habe. Auch hier versprachen die Räte anzufragen und anzuregen.

Einige Mitglieder berichteten noch von einem Halteverbot in der Schillerstraße in der Nähe der Kleinen Kneipe. Niemand bis auf einen Anlieger wolle diese unsinnige Beschilderung, die zudem mobil ist und die Verkehrszeichen jeder nach seiner Auffassung versetze. Eisenhut wies daraufhin, dass das Parken in der StVO klar geregelt sei und die zusätzliche Beschilderung unnötig und zudem hinderlich sei. Er wolle sich jedoch erkundigen welche Begründung hinter dieser Anordnung stecke.

Fred Müller informierte, dass in der Waldstraße Anlieger die öffentlichen Grünflächen zu mähen hätten. Wenn einer nicht mehr könne, müsse er dafür zahlen. Warum das so sei, wisse er nicht, meinte Eisenhut. Aber er wolle sich erkundigen.

Vorstand Pedolzky bedankte sich bei allen Gästen und merkte an, dass es für die Bürgerliste typisch sei auch kontrovers zu diskutieren, jedoch immer sachlich und konstruktiv. Die Bürgerliste sei eben ein Spiegel der Gesellschaft, und dies sehe man auch daran, dass bei uns CSU´ler, SPD´ler und Grüne mitmachen, meinte er. Bei anderen Parteien, ohne eine beim Namen zu nennen, nicke man einfach alles ab und schon haben alle die gleiche Meinung. Man wolle weiterhin „hart am Bürger bleiben“ und deren Interessen und nicht die einer Partei vertreten.

 

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Mitgliederversammlung 11. September

Einladung

 

                                   zur Jahreshauptversammlung der Bürgerliste.

 

Am 11.September 2009 findet die erste Hauptversammlung der Bürgerliste statt.

Ort der Veranstaltung ist der Nebenraum des Bräustüberl und beginnt um 20:00 Uhr.

Nachfolgend der vorgesehene Ablauf.

 

Top 1              Kurze Rückschau über die bisherigen Geschehnisse

 

Top 2              Ausblick auf zukünftige Aktivitäten.

 

Top 3              Kassenbericht des Kassiers

 

Top 4              Bericht der Kassenprüfer

 

Top 5              Bericht der Mandatsträger über ihre Arbeit im Marktrat

 

Top 6              Anträge und Anregungen

 

Top 7              Allgemeine Diskussion über die weitere Ausrichtung des Vereins

 

 

Zwar stehen bei der diesjährigen Hauptversammlung noch keine Wahlen an, trotzdem wünsche ich mir eine rege Beteiligung vieler Mitglieder die hiermit nochmals alle recht herzlich eingeladen sind.

 

Mit freudlichen Grüßen

 

W. Pedolzky

 

 

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DSL

DSL auf dem Lande

-eine unendliche Geschichte-

Eigentlich ist das Thema für mich beendet. Ich bin seit November Nutzer einer DSL-Leitung mit voller Leistung. Konnte man sich zu Modems Zeiten beim Aufbau einer Internetseite noch einen Kaffee machen, hat man jetzt das Gefühl die Seite ist schon da bevor man an sie überhaupt denkt. Nein die Geschwindigkeit ist für meine privaten Zwecke vollkommen ausreichend. Aber ich habe Glück. Die allermeisten Schierlinger im Hauptort und ganz gewiss in den Ortsteilen leben noch im Telekommunikations­mittelalter. Die Bundesregierung hat am 6.8.2008 auf die Kleine Anfrage im Bundestag zu ihren Breitbandaktivitäten geantwortet. Ihr zufolge gibt es in Sachsen noch 98 217 Haushalte ohne Breitbandanschluss zum Internet. Das ist der höchste Grad der Unterversorgung (gemessen in Haushalten) in den neuen Bundesländern. In den alten Bundesländern führt das CSU-regierte Bayern mit 148 374 Haushalten die Liste an.

Aufgeschreckt durch Presseartikeln und den Hilferufen der Bürgermeister haben sich nun der Ministerpräsident Seehofer und sein FDP Wirtschaftsminister Zeil eingeschaltet. Unser Bayern-Horst verspricht eine Flächendeckung von 100 % im Musterstaat innerhalb von drei Jahren. Die Bundesregierung will gar bis spätestens Ende 2010 jeden Haushalt in Deutschland mit schnellem Internet versorgt wissen. Da sich der Staat aus dem Geschäft raushält sollen es die Gemeinden richten. Flugs gibt es seit 23. Juni 09 Förderrichtlinien aus München. Die Kommunen sollen den Ausbau des Breitbandnetzes selber durchführen, dafür gibt es dann 50.000 €.

Was ein Breitband ist, geben die Ministerien auch gleich mit: „unzureichend ist ein Breitbandangebot von unter 1Mbit/s“. Aber da liegt der Hase im Pfeffer. Mit dieser Geschwindigkeit erntet man nur Gähnen und sie ist schon jetzt veraltet. Im  Vergleich: Schon seit längerer Zeit gibt es 10 Gigabit – Netzwerkkarten und Switches. Das sind 10 000 mal 1 Mbit. Sie werden momentan nur für leistungsstarke Netze eingesetzt, aber in wenigen Jahren Standard sein. Es gibt sogar schon Rechenzentren in Deutschland, wo mehrere 10 Gigabit-Leitungen parallel vernetzt wurden, um auf 100 Gbit Anbindung zu kommen. Im Gegensatz zu den Münchner Schnecken spricht die Bundesregierung von 50 Mbit/s für jeden Haushalt bis 2018. Noch am 16. Juli 09 kündigte die Deutsche Telekom an: Die Deutsche Telekom treibt den Breitbandausbau auf dem Lande über Kooperationen mit Städten und Gemeinden voran. Bislang seien in diesem Jahr 400 Kooperationen mit Kommunen geschlossen worden. Bis Ende 2010 könnten damit rund 63.000 weitere Haushalte über DSL im Internet surfen. Nicht alle Regionen lohnen sich jedoch für die Unternehmen, wenn nur wenige Haushalte erschlossen werden können, die Kosten aber hoch sind. Bis zu 70 Prozent entfallen auf Grabungsarbeiten.

Aber die Bundesnetzagentur hatte Ende März den Antrag der Telekom auf höhere Gebühren für die Vermietung des letzten Leitungsstücks in die Haushalte an die Wettbewerber abgeschmettert. Stattdessen sank die Gebühr. Die Telekom kündigte daraufhin an, in diesem Jahr nur 200 Millionen Euro in die Erschließung ländlicher Regionen investieren zu wollen statt der geplanten 300 Millionen Euro. Konkurrenten hatten eine stärkere Senkung der Gebühren gefordert, um selbst genügend Geld für Investitionen zu haben. Die Telekom beteiligt sich deshalb kaum mehr an Ausschreibungen der Gemeinden.

Die Problematik resultiert jedoch auf einer grundlegenden Fehleinschätzung der Politik. Alle Bundespolitiker hatten in den 80´ern geglaubt, man schaffe Wettbewerb wenn man die Staatsbetriebe privatisiere und liberalisiere. Keinem Land der Welt hat es so pressiert wie Deutschland seine gutfunktionierenden Betriebe zu verhökern. „Die Privaten können es besser“, wie die Lobbyisten apostrophierten. Was daraus geworden ist, sieht man bei der Telekom, der Bahn, der Post, usw. Früher hatte die Post einen Staatsauftrag mit der Versorgung des Landes mit Telefonen und sie wurde diesem Auftrag auch gerecht. Heute wollen die Privaten die Leitungen nur nutzen jedoch bauen soll sie die Telekom. Dass das ehemalige Staatsunternehmen keine Lust dazu hat, ist verständlich. Einige Politiker, wie der Gemeindetagspräsident Dr. Brandl, fordern jetzt, dass die Versorgung mit schnellem Internet eine gesetzliche Grundlage erhält.

Es ist deshalb abzuwarten wie es auf dem flachen Lande und speziell in Schierling mit DSL weitergeht. Wir werden im Gemeinderat wieder das unendliche Thema DSL ansprechen. Wir von der Bürgerliste wollen jedoch, dass die Geschwindigkeit zunftssicher ist und einen Standortvorteil für die Betriebe darstellt, dass eine schnelle Internetverbindung jedem Bürger zur Verfügung steht, also auch in Pinkofen genauso wie in Birnbach.

Wenn Ihr oder Sie über das Thema DSL mitreden wollt, macht das im Forum. Ich würde mich über eine breite Diskussion freuen.

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Schule Eggmühl verliert Eigenständigkeit

Auf Vorschlag der Verwaltung wurde darüber beraten ob es sinnvoll ist die Schule Eggmühl als eigenständige Schule aufzulösen und der Placidus-Heinrich-Schule in Schierling anzugliedern. Trotz zweier Ausschreibungen fand das Schulamt keinen Rektor für die Schule. Zudem beeinflusst auch die zunehmende Zeugungsunwilligkeit der Deutschen die Klassenstärke in Eggmühl. Als Folge davon wären die Klassen gefährdet, da die Mindestzahl von 15 Kindern nicht erreicht würde. Eine Möglichkeit wäre die Bildung von Kombiklassen, also 1. und 2. Klasse zusammenzulegen. Diese Formen sind bei den Eltern nicht beliebt, da man/frau meint, die Qualität des Unterrichts würde darunter leiden. Ich kann mich jedoch  aufgrund meines biblischen Alters durchaus noch an diese gemischten Klassen erinnern und meine so schlecht waren die nicht. Das Argument von Werner Braun (CSU) und von Konrad Beck (FW), dass mit dieser Entscheidung das Ende der Schule Eggmühl als rechtlich eigenständige Schule beschlossen wird, ist natürlich richtig und abzuwägen.

Wir haben für diesen Zusammenschluss gestimmt, da der Schulstandort Schierling damit gestärkt wird und der Unterrichtsstandort Eggmühl bestehen bleibt. Dies ist sowohl für die Kinder wie für die Eltern aus dem Schulsprengel Eggmühl eine beruhigende Aussicht zumindest für die nächsten Jahre. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn in der Schule Schierling nicht nur der Quali sondern auch ein Mittelschulabschluss oder andere weiterführende Abschlüsse gemacht werden könnten.

Ich bin kein Freund des dreigliedrigen Schulsystems, das es in dieser Form ohnehin nur noch im konservativen Bayern gibt. Eine grundsätzliche Reform unseres Schulsystem, das sowohl die Schulstandorte garantiert und die Entscheid des Bildungsweges über die 4. Klasse hinaus verlängert, ist in Bayern überfällig. Nirgendwo in den OECD-Staaten ist laut Pisastudie der soziale Hintergrund stärker dafür verantwortlich welche Bildung die Schüler bekommen werden wie in Deutschland und speziell in Bayern! Wer aus einer gebildeten Familie stammt geht in eine höhere Schule, Arbeiterkinder gehen eher seltener in eine weiterführende Schule oder studieren. Es mutet schon manchmal makaber an wenn sich bayerische Kultusminister hinstellen (wie zum Beispiel Monika Hohlmeier, die ihre Kinder in eine Waldorfschule schickte) und behaupten welche Vorreiterrolle die Bayern schon wieder in der Schulpolitik hätten und gleichzeitig fallen wichtige Unterrichtsstunden an den Schulen aus und Lehrer werden verzweifelt in Österreich oder, wie zur Zeit, in Osteuropa abgeworben.

 

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Frühschoppen in Allersdorf

Am letzten Sonntag (28. Juni 09) war es mal wieder soweit. Ein politischer Frühschoppen der Bürgerlistler in Allersdorf. „Umweltfreundlich“ wie wir nun mal sind, fuhr jeder mit seinem eigenen Fahrzeug. Wobei zur Rettung der CO²-Bilanz zu erwähnen ist, dass die Mehrheit mit dem Radl da war. Uns erwartete am Stammtisch die schier unübersehbare Menschenmenge von ungefähr 4 Einheimischen (in Worten: vier). Ungefähr deshalb, da man bei solchen Massen schlecht schätzen kann wieviel wirklich da waren. Allerdings hatten die es in sich. Zuerst entschuldigten sich die netten Burschen dafür, dass die anderen Stammtischler verhindert seien. Auf meine Frage womit denn, antwortete einer (Namen werden auch heute nicht genannt) „mit deren CSU-Parteibuch!

Es entwickelte sich dann eine sehr angeregte Diskussion über die üblichen Themen: Biogasanlage, Verkehrsprobleme wegen der Umleitung, altes Schulhaus, usw. Die Einheimischen klärten uns auch über die von der SPD ein paar Tage vorher in Allersdorf ohne Not durchgeführte Info-Veranstaltung über die Biogasanlage in Schierling. Da wir sehr gespannt waren, warum sich die SPD nun quasi posthum zu der Hüterin und Retterin der Anlage machte, wollten wir näheres wissen. Jedoch war alles was man uns berichtete, dass „sich die Roten und die Schwarzen angeschrien hätten“. (Wie mir dann später der „Schwarze“ Beck Konrad, der eigentlich ein Freier Wähler ist, erzählte, war es nicht so schlimm).

Wir sind dann mehrheitlich mit den Einheimischen zu dem Ergebniss gekommen, dass eine Biogasanlage eigentlich nicht so schlecht wäre, wir dafür sind, jedoch jeder Standort egal wo er ist zu nahe ist. Wenn schon der geplante Standort (zwei Lichtjahre hinter der Holzhaussiedlung) zu nahe ist, wäre wohl jeder andere Platz in der Gemeinde viel zu nah, obwohl man natürlich nichts gegen eine Biogasanlage hat. Alternative Standorte wären noch ein Planet im Sternbild „Beta-Geuze“ oder auf dem Jupitermond Ganymed. Diese können jedoch zur Zeit von der Erdgas Südbayern nicht mit einer Gasleitung erschlossen werden.

Die Stammtischler fanden noch merkwürdig, dass die Tennisspieler die Baustelle befahren dürfen jedoch nicht die Dörfler. Wir fanden das auch merkwürdig, obwohl wir natürlich nicht die Beweggründe der Verwaltung kennen. Ich bin dann beim Heimfahren die Sperrung angefahren und hätte ohne Problem nach Schierling durchfahren können. Natürlich bin ich sie nicht ganz gefahren sonst hätte ich mich ja ordnungswidrig verhalten. Jeder der mich kennt, weis, dass mir sowas fremd ist.

Nachdem die Allersdorfer pünktlich um 11 Uhr zum essen heim sind, haben wir die Weiterführung des Wattens von Zaitzkofen erduldet. Da der Parzefall Done -wie fast immer- in Italien weilte, mußte die gegnerische Seite also der Pedolzky Walter mit dem PeWo (Peter Wolfgang) als Partner vorlieb nehmen. Geholfen hat´s ihm jedoch auch diesmal nicht: sie versuchten wirklich bis 14 Uhr alles, um zumindest gleichzuziehen, jedoch mussten sie unsere Überlegenheit auch diesesmal anerkennen. Dank an dieser Stelle meiner Partnerin Claudia Pedolzky, die mehr Kritische abhebt als es nach der Wahrscheinlichkeit möglich sein kann.

Ich freue mich schon auf das nächste Mal. Ich wünsche mir jedoch für das nächste Mal, dass es nicht soviel Zuhörer sind, da man mit vier Stammtischler leicht den Überbllick verliert.

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