Gemeinderat stimmt einstimmig für flexible Beleuchtung des Radwegs Eggmühl – Schierling

Foto: Continental AG

Antrag der Bürgerliste umgesetzt – Beleuchtung nur bei Anforderung – Kosten relativ gering

Bereits im Mai 2018 hatte die Fraktion der Bürgerliste einen Antrag auf die Beleuchtung des Radwegs zwischen Eggmühl und Schierling gestellt. Dabei war es uns wichtig aus Gründen des Energiemanagements und der Lichtverschmutzung eine LED-Beleuchtung auf Anforderung (Light on Demand) zu installieren. Das Licht geht nur dann an, wenn unter den Lampen sich was tut, also ein Fußgänger oder Radfahrer den Bewegungsmelder auslöst. Es hatte uns bei der damaligen Beratung im Gemeinderat überrascht, dass die Verwaltung den Antrag tatsächlich unterstützte und versucht hat die beste Lösung zu finden. Anträge der „Opposition“ werden meistens mit der Mehrheit der CSU abgelehnt, die SPD kann davon ein Lied singen.

In der Sitzung am 23. Juli 2019 wurde nun unser Antrag einstimmig angenommen. Klimamanager Hien hatte sich die Mühe gemacht und mehrere Varianten geprüft. Beschlossen wurde dann ein aus Photovoltaik gespeistes Beleuchtungskonzept. Die Kosten hierfür betragen ca. 140.000 €. Dies klingt ziemlich viel, die Alternative, eine kabelversorgte Beleuchtung, kostet aber ca. 258.000 €.

Über den Sinn dieser Anlage kann man natürlich trefflich diskutieren. Die Beleuchtung suggeriert eine Sicherheit, die einfach nicht gänzlich gewährleistet ist. Zudem fallen Kosten für die Beschaffung und den Unterhalt an. Allerdings halten sich der Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung in Grenzen, da die LED-Lampen sehr sparsam sind und das Lichtspektrum die Insekten kaum verwirrt. Entscheidend bei unserem Antrag ist jedoch, dass die Menschen, die die Strecke bei Dunkelheit nutzen, wie die späten Fahrgäste der Bahn, sich „wohler fühlen“, wenn sie dies bei ausreichender Beleuchtung tun.

Wir freuen uns, dass ein weiterer Antrag der Bürgerliste durch den Marktgemeinderat beschlossen wurde. Obwohl dem Bürgermeister bei der Beratung des Tagesordnungspunktes die Wörter „Antrag der Bürgerliste“ nicht über die Lippen kam. Stattdessen sprach er von „Ideen des letzten Gemeinderats“, was nicht stimmt. Aber jeder im Saal wusste das.

Beispiel Video der Stadtwerke Münster wie diese Art Beleuchtung im Realbetrieb funktioniert

Regen begleitet Radler

Mitglieder der Bürgerliste bei der Radtour 2019

Ausflug der Bürgerliste führte nach Beilngries Schierling.

Tourleiter Jörg Grimminger hatte sich dieses Jahr die historische Altstadt Beilngries mit ihren mittelalterlichen Türmen und barocken Bauten zum diesjährigen Ziel des Radl-Ausflugs der Bürgerliste Schierling ausgesucht. Ganz nach dem Motto „bei schönem Wetter kann jeder radfahren“ führte die Strecke bei strömenden Regen von Kelheim entlang des Main-Donau-Kanals über Essing, Riedenburg und Dietfurt nach Beilngries.

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Vorstandssitzung am 16. Januar 2019


Bürgerliste lehnt Gewerbegebiet in der Muna weiter ab – Sozialer Wohnungsbau dringend nötig

Wie immer konnte Claudia Buchner nicht nur den erweiterten Vorstand und die drei Marktgemeinderäte, sondern auch einige interessierte Gäste begrüßen. Nach einer Schweigeminute für die viel zu früh verstorbene Regine Grillitsch, die Mitglied der Bürgerliste war, konnte die Vorsitzende zwei neue Mitglieder begrüßen. Sie freue sich immer wieder über die positive Mitgliederentwicklung.

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Bahnhof Schierling?

Brauchen wir eine S-Bahnverbindung nach Regensburg?

Die Bürgerliste sagt: Ja, unbedingt!

Quelle: Pixabay (modifiziert)

Schierling, wie die niederbayerische Nachbargemeinde Langquaid, besitzen tatsächlich noch eine Gleisverbindung zum Bahnhof Eggmühl und damit einen Zugang zum großen Schienennetz. Es ist Leuten wie Pfarrer Wolfgang Lahoda und Wolfgang Treppesch zu verdanken, dass diese Nebenstrecke nicht das Schicksal seiner Geschwister teilen musste und dem vermeintlichen Fortschritt zum Opfer gefallen ist. Auch der gelernte Eisenbahner und damalige, einflussreiche Bürgermeister Otto Gascher, gesellte sich zu den Bewahrern der Bahn. In einer Zeit, wo alle Nebenstrecken dem Autowahn und der Rentabilität weichen mussten, rettete wohl der Güterverkehr zum Munitionsdepot die Nebenstrecke und bewirkte eine lebensverlängernde Phase bis zum heutigen Tage. Freilich ist auf der maroden Strecke momentan „der Hund verreckt“. Das Gleis taugt wohl gerade noch für Schleichfahrten kleinerer Triebwagen und dem mittlerweile kultigen Bockerl. Wenn keine Sanierungen oder Erneuerungen erfolgen, war es das dann wohl mit dem Schienenverkehr in Schierling.

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Bürgerliste informiert

Schierling. Wie gewohnt, konnte sich Bürgerlisten-Vorsitzende Claudia Buchner über viel Mitglieder freuen, die zur regelmäßigen Versammlung gekommen waren. Wegen der momentanen „Wirtshauskrise“ in Schierling traf man sich im „Ältesten Schulhaus“, was man aber nicht bereute. Neben einem Rückblick der Fraktion sollte auch ein weiter Blick auf die Kommunalwahl im März 2020 geworfen und eine Aktualisierung des Parteiprogramms angestoßen werden.

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Geht´s noch?

Die merkwürdigen Ansichten der Landtagskandidatin Rita Blümel über Pestizide

Traktor der Spritzmittel ausbringt
Quelle: Pixabay

Die Äußerungen der Landtagskandidatin der CSU während einer Kandidatenbefragung am 10. Juli 2018 in Regensburg, die zudem Bezirksbäuerin der Oberpfalz ist, sind für diejenigen, die Frau Blümel kennen, nicht Neues aber immer wieder schockierend.

Als wir, also die Fraktion der Bürgerliste im Frühjahr dieses Jahres im Schierlinger Marktrat den Antrag auf ein Verzicht von Pestiziden auf kommunalen Flächen stellte, schien es als würden alle Fraktionen und die Verwaltung dem zuzustimmen, da dieser Antrag ohnehin nur einen symbolischen Charakter hatte. Allerdings nur bis zum Auftritt von Frau Blümel. Aufmunitioniert mit vorbereiteten Argumenten und Stellungnahmen des Bauernverbandes kippte sie in dieser Sitzung leidenschaftlich unseren Antrag, weil der Bürgermeister und seine CSU-Fraktion eingeknickt sind. Schon damals behauptete sie, es gäbe kein Insekten- und Artensterben, Pestizide, ins besonders Glyphosat, seien wissenschaftlich untersucht und deshalb nicht giftig. „Man müsse der Wissenschaft schon vertrauen und würde man auf die Pflanzenschutzmittel verzichten würden wir alle sofort verhungern“. Wer Monsanto, BASF und dem Bauernverband ein dermaßen unkritisches Vertrauen schenkt, muss einen tiefen Glauben besitzen.

Die deutschen Wasserversorger müssen seit den 1990er Jahren sehr viel Geld für den Bau von Aufbereitungsanlagen verwenden, damit sie gesundheitsgefährdende „Pflanzenschutzmittel“ wie Desethylatrazin, einem Abbauprodukt des im Maisanbau bis 1990 verwendeten Atrazin, aus unserem wichtigsten Lebensmittel Wasser wieder rausfiltern können. Welche Stoffe unser Wasser in Zukunft noch belasten werden, man hat hier Terbuthylazin in Verdacht, ist abzuwarten. Vielen Landwirte in den Wasserschutzgebieten wird sehr viel Geld bezahlt, damit sie bestimmte Spritzmittel eben nicht verwenden. Warum eigentlich, wenn diese Pestizide für Frau Blümel nicht giftig oder schädlich sind?

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